Angehörige von Menschen mit Diagnose "HIV positiv"

in Husum

Die Diagnose „HIV positiv“ ist unfassbar. „HIV positiv“ ist noch nicht wirklich in der Gesellschaft etabliert, keiner will wirklich darüber reden und dennoch geht es uns alle an, denn der Virus ist unter uns tatsächlich weit verbreitet.

Wie gehe ich als Angehöriger mit der Diagnose um, denn von Sekunde auf Sekunde ist nichts mehr so wie es mal war. Nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen ist die Diagnose nur schwer greifbar, zu verstehen und zu verkraften. Jeden von uns könnte es treffen. Sie begleitet den betroffenen Menschen und deren Angehörige ein ganzes Leben lang. Auch heute noch wird ein positives Testergebnis meist als Schock erlebt.

Vor allem in der Öffentlichkeit, in der Gesellschaft, in der Familie und auf der Arbeit ist die Diagnose immer wieder ein großes Tabu und ein Hindernis. Kein Mensch traut sich darüber zu reden, sich zu informieren und vielleicht auch Erfahrungen auszutauschen und weiterzugeben. Große Angst, jemand könnte erfahren, dass er/sie HIV positiv ist, begleitet einen Betroffenen und auch deren Angehörige Tag für Tag. Es fühlt sich an wie ein dunkles Familiengeheimnis. Eltern, Geschwister, Freunde oder Verwandte des Betroffenen fühlen sich hilflos und machtlos der Diagnose ausgesetzt.

Eine betroffene Mutter möchte gerne eine Angehörigengruppe in Nordfriesland starten. Viele Angehörige, Partner*innen und Freund*innen machen sich Sorgen. Manches wird leichter, wenn man mit Menschen darüber sprechen kann, die sich in der gleichen Situation befinden. Im Schutz der Selbsthilfegruppe können Informationen ausgetauscht werden. Hier kann nach Lösungen gesucht werden diese Erkrankung zu verstehen und sie zu verarbeiten um gut damit leben zu können.

Anmeldung und weitere Infos unter:
KIBIS NF Tel. 0 48 41-800 777 oder E-Mail: info@kibis-nf.de.